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 01.07.2018

 

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Waldbrandgefahr

 Waldbrand - wie vermeiden? wie verhalten?

 

Im Sommer sehnen sich alle Menschen nach Sonne und Wärme. Aber was ist mit der Natur?

Hitze und Trockenheit sind für Wiesen und Wälder ein Risiko. In Kombination mit dem Fehlverhalten von Mitmenschen kommt es allzu häufig zu Bränden. In diesem Artikel möchten wir wichtige Verhaltensregeln zur Vermeidung von Flächen- und Waldbränden, sowie die Besonderheiten eines Waldbrandnotrufs aufzeigen.

 

Als natürliche Ursache eines Waldbrandes sei der Blitzeinschlag genannt. Da aber in unserer Region fast immer Blitz und Niederschlag zusammen auftreten, kommt es in der Natur hierdurch in der Regel nur zu begrenzten, kurzen Bränden, und die Feuerwehr hierbei selten zum Einsatz.
Daß durch Selbstentzündung katastrophale Brände entstehen können, wenn nicht kurzfristig wirksame Maßnahmen ergriffen werden können, wurde zuletzt in Russland traurige Realität.

 

Durch menschliche Unachtsamkeit oder Ignoranz können rasch das sensible ökologische Gleichgewicht, Sachwerte, Gesundheit oder gar Leben gefährdet werden. Leider ist es nicht allen Waldbesuchern bekannt, wie man sich im richtig verhält, um Waldbrände zu vermeiden.

  • Der sorglos weggeworfene Zigarette beim Spazierengehen, aus dem fahrenden Auto oder aus dem Zug wird keine Beachtung zugemessen.
  • Das Rauchverbot in Wäldern und waldnahen Wiesen in den Sommermonaten (Mai - Oktober) 
    wird nicht beachtet.
  • Das glimmende Überbleibsel des Grillens in freier Natur wird schnell vergessen oder gar unter trockenen Bäumen ein Lagerfeuer oder Grillfeuer entfacht.
  • Es wird an nicht dafür vorgesehenen Plätzen, oder wegen Waldbrandgefahr gesperrten Grillplätzen Feuer entfacht.
  • Ein Funkenflug wird als harmlos eingestuft.
  • Wer ist sich der Gefahr bewusst, die durch das auf trockenem Gras geparkte Auto mit seiner heißen Auspuffanlage entsteht.
  • Für die wilde Müllkippe oder die Scherben, der vor Tagen oder Monaten weggeworfene Glasflasche interessiert sich keiner. Keiner?– doch die Sonnenstrahlen, die sich in Glasscherben gerne brechen und diese zu einem Brennglas umfunktionieren und trockenes Gras oder anderes brennbares Material entzünden.

Wie sie feststellen, es ist aus Unachtsamkeit schnell geschehen – und dann kann es passieren: 
etwas trockenes Material entzündet sich und breitet sich zunächst gefährlich unbemerkt aus.

Wer in diesem kurzen Moment die entstehende kleine Flamme austritt oder löscht, anstatt das Weite 
zu suchen, verhindert einen ernsten Brand.

Erste Löschmaßnahmen können hierbei sein:

  • Ausschlagen oder „Auskehren“ mit frischen Nadelbaumästen
  • Abdecken der Brandstelle mit Erde, Sand, Kies oder Ähnlichem
  • Löschen mit Feuerlöschern

Sollte es Ihnen aber nicht möglich sein, Brandbekämpfungsmaßnahmen durchzuführen, ohne sich selbst dabei in Gefahr bringen, ist höchste Eile geboten, Hilfe zu holen – und sich nach Möglichkeit gegen die Windrichtung in Sicherheit zu bringen. Rufen Sie rechtzeitig Hilfe. Für die Feuerwehr beginnt bei Trockenheit ein harter Wettlauf gegen die Zeit. Wir kommen viel lieber zu einem erloschenen Brand, den wir nur noch gänzlich unschädlich machen, als dass wir einem Waldbrand gegenübertreten, der aus Zurückhaltung beim Absetzen eines Notrufs resultiert. Verständigen Sie auch dann die Feuerwehr, wenn Sie nicht hundertprozentig sicher sind, dass von dem „ehemaligen“ Feuer keine Gefahr mehr ausgehen kann. Im Untergrund könnte Glut erhalten bleiben und das Feuer würde bei seinem Austreten weiter Unheil anrichten.

 

Was tun bei einem Flächen- oder Waldbrand?

Melden Spaziergänger per Notruf 112 der Leitstelle einen Waldbrand, sollten sie ihren Standort möglichst genau beschreiben. Es erleichtert den Löschkräften die Anfahrt. Eine zeitraubende Suche im nicht alltäglichen und ggf. unübersichtlichen Einsatzgebiet kann so vermieden werden.
Eine exakte Positionsangabe ist jedoch in der Natur nicht immer möglich. Sollte kein markanter Punkt zur Orientierung in unmittelbarer Nähe des Brandortes vorhanden sein, suchen Sie nach einem in der nahen Ferne. Je nach Situation kann es hilfreich sein, daß Sie sich, wenn es für Sie gefahrfrei möglich ist, zu diesem Punkt begeben und dort auf die Rettungskräfte warten, und diese einweisen. Falls nötig, veranlassen Sie das Räumen der Zufahrtswege.

Zu den 6 W-Fragen eines Notrufs kommen bei einem Waldbrand weitere 2 hilfreiche Informationen 
für die Feuerwehr hinzu:

Wieviel Fläche? ist betroffen
Nennen Sie das Ausmaß des Brandes z.B. Meter x Meter

Welche Art? des Brandes liegt vor
z.B. Erdfeuer (z.B. Humus), Bodenfeuer (z.B. Gräser und kleine Büsche) und/oder Wipfelfeuer

Auf die Einsatzfahrzeuge warten auf der Anfahrt im bewohnten, sowie im unbewohnten Gebiet oftmals das alltägliche Problem: Zufahrtswege, im konkrete Fall auf den Waldwegen, sind möglicherweise zugeparkt.
Aber bei Waldbränden, und allgemein bei jedem Einsatz, zählt jede Minute – gar jede Sekunde!
Achten Sie bitte bei der Wahl ihres Parkplatzes stets darauf, dass ein LKW (Feuerwehrfahrzeug) an Ihrem Fahrzeug vorbei fahren kann, ganz gleich, ob innerorts oder außerorts. Sie helfen dadurch den Hilfesuchenden.

Selbstverständlich finden wir auch einen Gesetzestext, der die Herbeiführung eines Waldbrandes unter Strafe stellt: § 306f  des Strafgesetzbuches


§ 306f
 Herbeiführen einer Brandgefahr

(1) Wer fremde 

1. feuergefährdete Betriebe oder Anlagen,

2. Anlagen oder Betriebe der Land- oder Ernährungswirtschaft, 
     in denen sich deren Erzeugnisse befinden,

3. Wälder, Heiden oder Moore oder

4. bestellte Felder oder leicht entzündliche Erzeugnisse der Landwirtschaft, die auf Feldern lagern,

durch Rauchen, durch offenes Feuer oder Licht, durch Wegwerfen brennender oder glimmender Gegenstände oder in sonstiger Weise in Brandgefahr bringt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft. 

(2) Ebenso wird bestraft, wer eine in Absatz 1 Nr. 1 bis 4 bezeichnete Sache in Brandgefahr bringt und dadurch Leib oder Leben eines anderen Menschen oder fremde Sachen von bedeutendem Wert gefährdet. 

(3) Wer in den Fällen des Absatzes 1 fahrlässig handelt oder in den Fällen des Absatzes 2 die Gefahr fahrlässig verursacht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft. 

 

 

 

Waldbrand - genauer betrachtet:  Was ist ein Waldbrand?

 

Ein Waldbrand ist ein Brand der Bodenvegetation, der Humusschicht, Sträuchern, der Baumrinde, Laub bzw. Nadeln von Bäumen sowie abgestorbenes Holz. Nur sehr selten und nach längerer Einwirkung des Brandes brennt das Holz zuvor gesunder Bäume.

Da sich das Feuer bei ruhigen Windverhältnissen nur langsam ausbreitet, ist es ohne weiteres möglich dem Feuer „aus dem Weg zu gehen“. Da bei Bodenbränden die Feuerfront aus einem  schmalen Saum besteht, kann diese zur Rettung mit einem beherzten Schritt oder Sprung überquert werden. Die dahinter liegende Fläche ist verbrannt, also ist das Feuer dort weitgehend erloschen. Die verbrannte Fläche ist im Regelfall noch recht heiß!

Vorsicht! Das Szenario Waldbrand ist nicht zu unterschätzen, die Geräuschkulisse eines Brandes, Flugfeuer, Rauchentwicklung, Schadstoffe und andere Begleiterscheinungen, sowie persönliche Empfindungen wie Angst, die sich zur Panik steigern kann. In Folge kann dies bei einem Waldbrand zur gesundheitlichen Beeinträchtigung, zur Desorientierung und sogar zum Einschließen durch das Feuer führen. Für Betroffenen heißt dies sich unverzüglich in Sicherheit zu bringen. Für die Einsatzkräfte ist umsichtiges Vorgehen und ständige Beobachtung der Brandentwicklung unerlässlich.

 

 

Waldbrandgefahrenindex des Deutschen Wetterdienstes (DWD)

Der Deutsche Wetterdienst gibt nicht nur Prognosen zu den Wetteraussichten der nächsten Tage ab. 
Er aktualisiert auch täglich eine Übersicht über die aktuelle Waldbrandgefährdungslage in Deutschland, sowie deren Entwicklung in den nächsten Tagen.

Auf einer Übersichtskarte Deutschlands zeigt der DWD farblich die witterungsbedingte Gefahreneinstufung aller Regionen.

Die witterungsbedingte Gefährdung wird durch 5 Gefahrenstufen beschrieben (1 = sehr geringe Gefahr bis 5 = sehr hohe Gefahr).
Bei Gefahrenstufe 5 besteht eine sehr hohe Zündbereitschaft und ein gefährlich hohes Ausbreitungsrisiko.

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    Sie erreiche die Infoseiten des Deutschen Wetterdienstes über diesen Link .

 

 

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